Fortunas Fate

Geschaffen während eines Studienprojekts im Zusammenhang meines Masterstudiums ist Fortunas Fate eine Mischung aus Brett- und Kartenspiel für drei bis sechs Spieler. Jeder dieser Spieler schlüpft in die Rolle einer Schicksalsgottheit, die damit betraut ist, das Geschick eines einzelnen Menschen zu leiten – und bewegt diesen Menschen als Spielfigur auf über das Spielbrett.

Das Design von Fortunas Fate orientiert sich dabei an okkultistischen Motiven und dem Jugendstil der Jahrhundertwende (einer Zeit, zu der der Okkultismus sich reger Beliebtheit erfreute) – insbesondere einem von Alfons Mucha gestalteten Tarot-Spiel.

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Alle Figuren beginnen auf demselben Startfeld und wer seine Figur als erster auf das Zielfeld bewegt, der hat gewonnen. Allerdings wird die Bewegung der Figuren nicht bestimmt, indem man würfelt oder dergleichen.

Jede Runde werden Karten ausgelegt – wir tauften sie Orakelkarten – , die jeweils eine Anweisung enthalten (gehe drei Felder vor, gehe fünf Felder zurück, tausche deine Position mit deinem linken Mitspieler…). Zusätzlich verfügt jeder Spieler über geheime Handkarten, die in Kombinationen gespielt werden können, welche wiederum eine bestimmte Wertigkeit besitzen (Paare, Straße, Fullhouse…).

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Sobald die Orakelkarten gespielt wurden, legt jeder Spieler verdeckt einige seiner Handkarten – sobald alle Handkarten gelegt wurden, werden sie aufgedeckt und der Spieler mit der höchsten Kombination sucht sich eine der Orakelkarten aus, um sofort die auf ihr beschriebene Aktion durchzuführen. Anschließend wählt der Spieler mit der zweithöchsten Kombination, etc..

Der Kniff ist nun, dass es nicht funktioniert, einfach immer die höchste „gehe Richtung Ziel“-Karte zu „ersteigern“ – vielmehr müssen die Spieler klug taktieren und einander zielgerichtet ausstechen. Zusätzliche Würze zieht das Spiel aus einem unberechenbaren Zufallsfaktor in Gestalt eines Drehrades.

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Fortunas Fate wurde mit einem dreiköpfigen Team realisiert, wobei ich die Aufgabe des Gamedesigns und das Verfassen der – überwiegend parodistisch/humoristischen – Spieltexte übernahm.